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Kosten des Abiturs auf 2. Bildungsweg

Kosten des Abis auf 2. Bildungsweg
Die Kosten des Abiturs auf 2. Bildungsweg variieren vor allem mit der Wahl des Bildungsanbieters.

Der "kostengünstigste" Erwerb des Abiturs ist der Studienabschluss an einer Fachhochschule, wenn Sie für das Erststudium mit der fachgebundenen Hochschulreife beziehungsweise der Fachhochschulreife (nach Abschluss der 12. Klasse) qualifiziert waren. Mit diesem Studienabschluss erhalten Sie die "Allgemeine Hochschulreife" automatisch anerkannt.

Die Kosten des Abiturs auf 2. Bildungsweg varriert je nach Wahl des Bildungsträgers und setzt sich aus mehreren Kostenfaktoren zusammen, wie z.B. Opportunitätskosten, direkte Studienkosten, Kosten für Anfahrten, Anmeldegebühren usw. Auf die genannten Punkte gehen wir in den nächsten Abschnitten ein.


Kostenfaktoren des Abitur nacholens

Opportunitätskosten des Abiturs auf dem 2. Bildungsweg

Grundsätzlich bei den Kostenberechnungen nicht zu unterschätzen sind die sogenannten Opportunitätskosten, die Ihnen als entgangene Einnahmen durch eine reguläre Berufstätigkeit oder den Verzicht auf eine betriebliche Karriere entstehen. Solche "unsichtbaren Kosten" betreffen vor allem diejenigen, die sich für eine Vollzeitfortbildung an einem Kolleg entscheiden, was selbst eine Teilzeitbeschäftigung ausschließt. Je nach erlerntem Beruf kann diese Kostenform jeden Monat einen vierstelligen Betrag erreichen, der sich als Differenz zwischen Ihrem entgangenen Gehalt und einer potentiellen privaten oder öffentlichen Ausbildungsförderung ergibt.

Direkte Kosten des Abiturstudiums

Direkte Kosten entstehen in Form der Anmeldegebühren für die Externenprüfung, Schulgebühren für Fernschulen und Fernlerninstituten, die als privatwirtschaftliche Unternehmen auf diese Einnahmen bauen, und in manchen Bundesländern durch den Kauf von Büchern und anderen Lernmitteln. Die jeweiligen Kosten variieren stark. So kann beispielsweise die Anmeldung zur externen Abiturprüfung je nach Bundesland zwischen 100 und 278 Euro kosten oder sogar gebührenfrei sein. Abiturkurse an privatwirtschaftlichen Fernschulen kosten monatliche Raten oder Beiträge von über 100 Euro. Staatliche Abendschulen, Abendgymnasien und Kollegs dagegen sind kostenfrei. Allerdings sind diese Schulformen nicht an allen Orten vertreten, da Lehreinrichtungen in den letzten Jahren aus Kostengründen reduziert wurden.

Studienkosten nach Bildungsträger

Bildungsträger Laufzeit Kurskosten
Kolleg Vorkurs 1 Semester, Einführungskurs
2 Semester, Qualifikation
2 Semester
Staatliches Kolleg kostenlos, private Kollegs 130 – 300 € pro Monat
Abendschule/
Abendgymnasium
4 – 6 Semester Staatliche Abendschule kostenlos, private Abendschule 130 – 300 € pro Monat
Online-Abitur 4 – 6 Semester Kostenlos, da mit staatlichen Abendschulen kombiniert
Fernschule 2 – 10 Semester 140 – 150 € pro Monat

Fördermöglichkeiten im Rahmen des BAföGs

Anspruch auf finanzielle Förderung des Abis auf dem 2. Bildungsweg nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) haben Sie während der Zeit, in der Sie das Abitur nachholen, wenn Sie jünger sind als 30 Jahre und Ihr Familieneinkommen eine bestimmte Höhe nicht übersteigt. Je nach Lebenssituation deckt das zur Hälfte als unverzinsliches Darlehen gewährte Schüler-Bafög die anfallenden Kosten für Wohnung, Lebensunterhalt und Schulgebühren sowie Lernmittel nicht komplett. Erkundigen Sie sich in diesem Fall beim zuständigen Grundsicherungsamt nach zusätzlicher Kostenübernahme. Zum Erhalt der Förderung müssen Sie den regelmäßigen Schulbesuch und entsprechende Lernfortschritte nachweisen.

 

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