Berufliches Gymnasium
Abitur mit beruflichem Schwerpunkt - der Weg zur allgemeinen Hochschulreife mit Praxisbezug.

Das Berufliche Gymnasium (auch Fachgymnasium oder berufliches Oberstufengymnasium genannt) ist eine besondere Form der gymnasialen Oberstufe, die neben den allgemeinbildenden Fächern einen beruflichen Schwerpunkt setzt. Der Unterricht findet in Vollzeit statt und führt nach drei Jahren zur allgemeinen Hochschulreife.
Im Gegensatz zum klassischen Gymnasium bietet das Berufliche Gymnasium die Möglichkeit, sich bereits während der Schulzeit in einem bestimmten Berufsfeld zu orientieren. Das Abitur ist dabei vollwertig und berechtigt zum Studium aller Fächer an allen deutschen Hochschulen.
Fachrichtungen
Betriebswirtschaft, Volkswirtschaft, Rechnungswesen und Marketing als Schwerpunktfächer.
Maschinenbau, Elektrotechnik, Informationstechnik oder Bautechnik als Profilfach.
Gesundheitswissenschaften, Pädagogik, Psychologie oder Ernährungswissenschaften.
Je nach Bundesland auch Gestaltung, Agrarwirtschaft, Biotechnologie oder Informatik.
Voraussetzungen
- Mittlerer Schulabschluss (Realschulabschluss) mit Qualifikationsvermerk
- Altersgrenze meist bei 18 oder 19 Jahren (je nach Bundesland)
- Bestimmter Notendurchschnitt (meist 3,0 oder besser)
- Allgemeine Hochschulreife - Zugang zu allen Studiengängen
- Berufliche Orientierung bereits während der Schulzeit
- Kostenlos als staatliche Schule - keine Schulgebühren
- Praxisnaher Unterricht im gewählten Schwerpunkt
Ablauf am Beruflichen Gymnasium
Einführungsphase (Klasse 11)
Eingewöhnung, Grundlagen im Profilfach, Angleichung unterschiedlicher Vorbildungen.
Qualifikationsphase (Klasse 12-13)
Vertiefung der Fächer, Wahl von Leistungs- und Grundkursen, Vorbereitung auf die Abiturprüfung.
Abiturprüfung
Schriftliche und mündliche Prüfungen, darunter das berufliche Profilfach als Leistungskurs.