Zweiter Bildungsweg

Abitur nachholen
neben dem Beruf oder in Vollzeit

Der zweite Bildungsweg führt Erwachsene zur allgemeinen Hochschulreife, dem vollen Abitur, auch nach Jahren im Beruf. Für jedes Bundesland erfahren Sie, welche der 6 Wege offenstehen, welche Schulen dort zum Abitur führen und welche Regeln für die Aufnahme gelten.

Die 16 Bundesländer regeln das in ihrem Schulrecht unterschiedlich. Mecklenburg-Vorpommern hat kein Kolleg, also keine Vollzeitschule für Erwachsene. Bayern nimmt die Externenprüfung, das Abitur ohne vorherigen Schulbesuch, nur an öffentlichen Gymnasien ab, und in Brandenburg müssen Abendschüler bis auf die letzten drei Halbjahre berufstätig bleiben.

Wege zum Abitur vergleichen
235 Schulen
einzeln mit Quelle erfasst
141 davon
führen zum Abitur
6 Wege
zum Abitur
16 Länder
mit eigenem Schulrecht
Gründe und Vorteile

4 Gründe, das Abitur nachzuholen

Das Abitur vom zweiten Bildungsweg ist dieselbe allgemeine Hochschulreife wie am Gymnasium. Es öffnet dieselben Studiengänge und Laufbahnen, und die Berechtigung gilt unbefristet.

Im Beruf aufsteigen

Viele Fach- und Führungsstellen setzen ein Studium voraus, und für das Studium brauchen Sie in der Regel das Abitur.

Jedes Fach studieren

Die allgemeine Hochschulreife berechtigt zum Studium jedes Fachs an Universitäten und Fachhochschulen.

Selbstvertrauen gewinnen

Wer das Abitur neben Beruf oder Familie besteht, zeigt sich selbst und künftigen Arbeitgebern, dass er ein Ziel über Jahre verfolgt.

In den gehobenen Dienst wechseln

Die Laufbahn im gehobenen Dienst setzt eine Hochschulreife voraus, ebenso viele duale Studiengänge in Unternehmen.

ILS, SGD und die Fernakademie führen zur Abiturprüfung in Hamburg oder Hessen

Eine Fernschule bereitet auf das Abitur vor, das Zeugnis stellt sie nicht aus. Wer dort lernt, meldet sich am Ende zur staatlichen Externenprüfung an, einer Prüfung ohne vorherigen Schulbesuch, und zwar in dem Land, auf dessen Prüfung der Lehrgang vorbereitet. Hamburg verlangt dafür 400 Euro, Hessen 325 Euro.