Die Bildungslandschaft in Deutschland

Bildungslandschaft in Deutschland

In Deutschland gibt es eine ganz klare Bildungsstruktur. Diese untergliedert sich in fünf Hauptbereiche, die wiederum mit dem Alter der Lernenden verknüpft sind. Der Elementarbereich bezieht sich auf Kinder von 3-5 Jahre und meint die Kindergärten. Die nächste Stufe umfasst den Primärbereich, in dem Kinder im Alter von 5 bzw. 6 bis 10 Jahre zur Grundschule gehen.

Nun folgt der Sekundarbereich I. Zwischen 10 und 15 bzw. 16 Jahre sind sie Schüler dieser Sekundarstufe I. In Abhängigkeit vom Bundesland kann eine Orientierungsstufe direkt im Anschluss an die Grundschulzeit eingeschoben werden (z. B. Berlin), doch im Prinzip umfasst die Sekundarstufe I die Hauptschule, die Realschule sowie die Klassenstufen 5-10 der Gymnasien. Personen mit diesem schulischen Bildungsgrad sind eine wichtige Zielgruppe für Aus- und Weiterbildungsangebote auf dem 2. Bildungsweg.

Bildungslandschaft in Deutschland

Bildungslandschaft in Deutschland
Abbildung: Die Bildungslandschaft in Deutschland unterscheidet sich von Bundesland zu Bundesland. Diese stark reduzierte Darstellung dient dem besseren Überblick: Sie gilt deutschlandweit und zeigt die Schülergruppe, die grundsätzlich den Wunsch hegt, das Abitur nachzuholen – nämlich diejenigen, die im Sekundarbereich I einen Abschluss haben.

Sekundarstufe II + Duales System

Wer die Schule nicht nach der 10. Klasse verlässt, verfolgt die Ausbildung im Sekundarbereich II weiter, bei dem Schüler des Alters ab 15/16 Jahre bis 18/19 Jahre unterrichtet werden. Alternativ dazu können Schüler in das duale System einsteigen. Berufsgrundbildungsjahre, Berufsaufbauschulen, Schulen des Gesundheitswesens und Berufsfachschulen sind für Schüler mit Hauptschulabschluss typischer Möglichkeiten, ihre Qualifikation zu verbessern. Abgängern der Realschule erschließt sich die Möglichkeit, die Fachoberschule oder das Fachgymnasium zu besuchen, um die Fachoberschulreife auf dem ersten Bildungsweg zu erlangen. Schüler der Gymnasial- und Gesamtschulen gehen in die Klassen 11 und 12 bzw. 13, mit dem Ziel des Abiturs.

Mit dem Abitur in der Tasche zum Hochschulstudium

Während Abiturienten mit ihrem Abschluss direkten Zugang

  • zu Gesamthochschulen,
  • Kunsthochschulen,
  • pädagogischen Hochschulen,
  • theologischen Hochschulen und
  • Universitäten erhalten,

haben Absolventen der Fachoberschule und Berufsfachschule Zugang zur

  • Verwaltungsfachhochschule,
  • Gesamthochschulen und
  • Fachhochschule.

Alle anderen Schüler beenden ihre Schullaufbahn des ersten Bildungsweges und gehen zunächst in die Berufstätigkeit über. Von hier aus können sie nach einer gewissen Zeit der Berufstätigkeit über die betriebliche Weiterbildung, über Abendschulen und Kollegs bzw. Fachschulen den zweiten Bildungsweg beschreiten, um das Abitur nachzuholen.

Abitur nachholen – erfolgreich auf dem zweiten Bildungswe

Alle drei beschriebenen Wege sind Bestandteile des tertiären Bereichs. Mit erfolgreichem Abschluss einer der genannten Bildungswege, haben die Absolventen aller Sparten vergleichbare Weiterbildungschancen. Der Unterschied liegt jedoch klar im Alter.

Nachdem der höchstmögliche Abschluss (Abitur/Fachabitur) und darauf aufbauend ggf. ein Studienabschluss erfolgreich erarbeitet wurde, haben alle Absolventen vergleichbare Perspektiven. Es öffnet sich eine vielfältige Weiterbildungslandschaft, die sich auf allgemeine, berufliche und wissenschaftliche Fachthemen erstreckt. Es liegt an jedem selbst, das Optimum aus den bereitstehenden Möglichkeiten herauszuholen.

TEILEN